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biografie (dt)

Christian Muthspiel

Der 1962 in Judenburg (Österreich) geborene Komponist, Dirigent, Posaunist, Pianist und Maler ist sowohl im Bereich des Jazz und der improvisierten Musik als auch im Kontext der komponierten, klassischen und Neuen Musik international tätig.

Sein Studium an der Musikhochschule Graz hat er „rechtzeitig und erfolgreich abgebrochen“ um seine Ausbildung als Stipendiat an der "School of Fine Arts" in Banff/Canada fortzusetzen.

Seitdem erhielt er zahllose Einladungen zu Konzerten, Produktionen und Dirigaten in viele wichtige Musikzentren der Welt sowie Kompositionsaufträge namhafter Orchester, Ensembles und Solisten. Damit spannt sich ein Arbeitsfeld auf, in welchem er von der kleinen Jazzband bis zum Symphonieorchester und von der Soloperformance bis zum multimedialen Musiktheater mit unzähligen Klangkörpern und Künstlern als Interpreten und Partner seiner musikalischen Erfindungen kooperiert.

Neben zahlreichen Gastdirigaten arbeitete Muthspiel als Dirigent in mehrjährigen Zyklen mit dem Orchester „recreation“ Graz, dem Münchener Kammerorchester, der Camerata Salzburg, dem Festivalorchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele und, als „artistic partner“, mit dem Wiener Ensemble „die reihe“.

Kompositionsaufträge erhielt er unter anderem von der ARD, der Staatsoper Hannover, dem Wiener Musikverein, dem "Siemens Arts Program", dem Klangforum Wien, dem Radio Symphonie Orchester Wien, der Philharmonie Essen, der Ruhrtriennale, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Kurt-Weill-Foundation, dem Wiener Konzerthaus oder dem Brucknerhaus Linz.

Seine Werkliste umfasst neben den zahllosen Kompositionen für seine Jazzensembles Konzerte für Soloinstrumente und Orchester, Ensemble- und Chormusik, Kammermusik sowie Musiktheaterwerke und Theater/Tanztheaterkompositionen.

Solisten wie Angelika Kirchschlager, Gautier Capuçon, Håkan Hardenberger, Benjamin Schmid oder Clemens Hagen interpretierten seine Kompositionen.

Seit Herbst 2017 sind sämtliche Kennungen und Signations des Radiosenders Ö1 von Christian Muthspiel komponiert und produziert.

Als Jazzmusiker gründete und leitete er eine Vielzahl langfristig agierender Bands und Ensembles, darunter das Duo mit Steve Swallow, das Quartett mit Swallow, Matthieu Michel und Franck Tortiller, die „Yodel Group“, u.a. mit Bobby Previte und Jerome Harris, sowie großbesetzte Bands wie „Motley Mothertongue“ und „Octet Ost“, u.a. mit Tomasz Stanko und Wladimir Tarasov.

Über 20 Jahre konzertierte und produzierte er mit seinem Bruder Wolfgang, mit dem er nach wie vor künstlerisch kooperiert, im Duo „Muthspiel & Muthspiel“.

Von 1995 bis 2004 war Christian Muthspiel Mitglied des „Vienna Art Orchestra“.

Seine Ernst-Jandl-Soloperformance „für und mit ernst“ war bislang über 100 Mal live zu sehen und wurde u.a. von ARTE und Universal produziert.

An die 30 CDs mit diesen und weiteren Ensembles unter eigenem Namen sind u.a. auf den Labels „ACT“, „Universal Music“, „material records“ und „in+out records“ erschienen.

Als neue Facette begann 2006 eine Serie von bislang über 20 Ausstellungen, in welchen Christian Muthspiel seine jahrelang „geheim" gemalten „Fenster.Bilder“ und Teile seiner zyklischen Fotoarbeiten öffentlich zeigt.

An Auszeichnungen erhielt er u. a. den Österreichischen und den Niederösterreichischen Würdigungspreis für Musik (beide 2006) und den Hans-Koller-Preis als „Musician of the Year“ 2007.

„Artist in Residence“ war Muthspiel am Brucknerhaus Linz, am Festspielhaus St. Pölten sowie zwei Mal, einmal als Komponist und einmal als Maler, am „Montalvo Arts Center“ in Kalifornien.

Jazzprojekte (Auswahl): 
CHRISTIAN MUTHSPIEL & STEVE SWALLOW
CHRISTIAN MUTHSPIEL 4 featuring STEVE SWALLOW (mit Matthieu Michel, Franck Tortiller)
CHRISTIAN MUTHSPIEL´S YODEL GROUP (mit Gerald Preinfalk, Matthieu Michel, Franck Tortiller, Jerome Harris, Bobby Previte)
CHRISTIAN MUTHSPIEL TRIO (mit Franck Tortiller, Georg Breinschmid)
CHRISTIAN MUTHSPIEL solo
MUTHSPIEL & MUTHSPIEL (Wolfgang & Christian Muthspiel)
CHRISTIAN MUTHSPIEL & MOTLEY MOTHERTONGUE (mit Gail Anderson, Anna Hauf, Cornelia Horak, Benjamin Schmid, Gerald Preinfalk, Matthieu Michel, Wolfgang Muthspiel, Peter Herbert, Alex Deutsch)
OCTET OST I, II, III (1990-1995) (u.a. mit Tomasz Stanko, Anatoly Vapirov, Arkady Shilkloper, Wladimir Tarasov, Petras Vysniauskas, Mikulas Skuta, Sainkho Namtchilak, Jurai Bartosz)

Festivals (Auswahl):
Vancouver, Banff, Toronto, Montreal, New York, Mexico City, Tokyo, Hongkong, London, Chard, Huddersfield, Paris, Amiens, Albi, Nimes, Le Mans, Vienne, Grenoble, Nevers, Antwerpen, Den Haag, Helsinki, Bergen, Berlin, Frankfurt, Essen, Weimar, München, Ludwigsburg, Zürich, Willisau, Rom, San Sebastian, Warschau, Moskau, Nowosibirsk, Kiew, Budapest, Sarajevo, Varna, Vilnius, Belgrad, Wien, Graz, Linz, Saalfelden...

Kompositionsaufträge (Auswahl):
Stuttgarter Kammerorchester & Schlossfestspiele Ludwigsburg (Cellokonzert)
ARD (Pflichtstück für Posaune solo ARD Wettbewerb)
Wiener Musikverein (Duowerk für Kirchschlager/Capucon; Chorwerk 150. Jubiläum „Wiener Singverein")
Staatsoper Hannover (Konzert für E-Gitarre und Orchester für Wolfgang Muthspiel)
Siemens Arts Program (Liederzyklus nach Texten von Marcel Beyer)
NDR („A Fleeting Memory“ für Hakan Hardenberger und Bigband)
Wiener Mozartjahr 2006 („Die Schicksalsperücke", Musiktheater, Text: Manfred Karge)
ORF und Philharmonie Essen („ENNAHH...an Albert Mangelsdorff", Posaunenkonzert)
Steirischer Herbst  („Die Geschichte von der unbekannten Insel", Musiktheater)
Brucknerhaus Linz  (Linzer Klangwolke 2002)
Benjamin Schmid („Eine Art Requiem" für Violine, Cello und Orchester & Violinkonzert)
Jeunesse Österreich („Stodt aus Staa" für Kurt Ostbahn und Klangforum Wien)
Int. Stiftung Mozarteum (Klavierkonzert)
Tiroler Landestheater Innsbruck (Kammeroper "GENESIS: Zeiten/Pätze...")
Weitere Aufträge von:
Ruhrtriennale, Klangforum Wien, Wiener Konzerthaus, Schauspiel Frankfurt, Ensemble „die reihe", Company Esther Linley, ensemble neue musik zürich, steirischer herbst, studio percussion, Landestheater Salzburg, Vereinigte Bühnen Graz, Int. Barockfestival St.Pölten, Sauber Formula 1 Team...

Aufführungen und Produktionen der Auftragswerke u. a. durch folgende Solisten, Orchester und Ensembles:
Angelika Kirchschlager, Gautier Capuçon, Håkan Hardenberger, Colin Currie, Benjamin Schmid, Clemens Hagen, Radiosymphonieorchester Wien, Deutsche Radio Philharmonie, WDR Symphonieorchester, Staatsorchester Hannover, Mozarteumorchester Salzburg, Brucknerorchester Linz, Münchener Kammerorchester, Camerata Salzburg, Klangforum Wien, Ensemble „die reihe“, NDR Big Band, Orchester „recreation“ Graz, MIAGI Youth Orchestra South Africa

Discographie (Auswahl):
Als Leader:
SIMPLE SONGS - Christian Muthspiel & Steve Swallow, 2014, IN+OUT records
SEAVEN TEARES - Christian Muthspiel 4 feat. Steve Swallow, 2013, ACT music
HULJO - Christian Muthspiel´s Yodel Group, 2011, Material Records
MAY - Christian Muthspiel´s Yodel Group, 2010, Material Records
DANCING DOWLAND - Christian Muthspiel Trio, 2009, Emarcy/Universal
FÜR UND MIT ERNST - Christian Muthspiel solo / Ernst Jandl, 2008, edge/DG/Universal
AGAINST THE WIND - Christian Muthspiel Trio, 2007,Emarcy/Universal
HARMONICES MUNDI - Linzer Klangwolke 2001, blue danube/edel
CHRISTIAN MUTHSPIEL & MOTLEY MOTHERTONGUE, 1999, Lotus Records
OCTET OST II, 1994, amadeo/Universal
OCTET OST, 1992, amadeo/Universal
TROMBONE PERFORMANCE (mit Roland Dahinden), 1990, amadeo/Universal

Mit Muthspiel & Muthspiel (im Duo mit Wolfgang Muthspiel):
EARly MUSIC, 2003, material records
ECHOES OF TECHNO, 2001, material records
CY, 1998, Lotus Records
MUTHSPIEL-PEACOCK-MUTHSPIEL-MOTIAN, 1993, amadeo/Universal
TRE, 1989, amadeo/Universal
FOCUS IT, 1987, amadeo/Universal
SCHNEETANZ, 1986, Extraplatt

Mit Vienna Art Orchestra:
BIG BAND POESIE, 2004, Universal
DUKE ELLINGTON´S SOUND OF LOVE, VOL.2, 2003, Universal
ART & FUN, 2002, Universal
A CENTENARY JOURNEY 1900-2000, 2001, Quinton
ARTISTRY IN RHYTHM, 2000, TCB
DUKE ELLINGTON´S SOUND OF LOVE, 1999, TCB
AMERICAN RHAPSODY, 1998, BMG
NINE IMMORTAL NON EVERGREENS FOR ERIC DOLPHY, 1997, Verve/Universal

Filme, TV-Produktionen:
FÜR UND MIT ERNST – Ernst-Jandl-Soloperformance (ARTE TV)
FAMILY MUSIC (mit Wolfgang Muthspiel; Regie: Pierre-Yves Borgeaud, SF DRS)
MOTLEY MOTHERTONGUE (SF DRS)
DANCING DOWLAND (Servus TV)

Preise, Auszeichnungen:
2007 - Hans Koller Preis, „Musician of the Year"
2007 - NÖN-Leopold Preis, Kategorie Kultur
2006 - Österreichischer Würdigungspreis für Musik
2006 - Würdigungspreis für Musik des Landes Niederösterreich
2006 - Jazzpott / Essen (im Duo mit Wolfgang Muthspiel)
2003 - Josef Krainer Kulturpreis des Landes Steiermark  (im Duo mit Wolfgang Muthspiel)
1996 - Anerkennungspreis für Musik des Landes Niederösterreich